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Spontan moderieren?

Bitte nur im Notfall!

Susanne Polewsky |


 

 

„Kannst Du mal eben ...?“ Offenbar ist die Vorstellung verbreitet, dass jemand, der mit Moderation sein Geld verdient, diese nicht nur spontan übernehmen kann, sondern dann auch noch Super-Ergebnisse erzielt. Leider meist mehr Wunsch als Wirklichkeit …

 

 

... mehr als eine Redeliste!

 

Natürlich kann ich als Profi aus der Hüfte schießen und „irgendwie“ moderieren. Aber ohne Wissen um Ziele, die wichtigen Aspekte des Themas sowie interessante Knackpunkte ist das Blindflug-Risiko groß. Und so kurzfristig habe ich kaum die (Methoden)Wahl und kann nur notgedrungen auf die freie (Plenums-)Diskussion zurückgreifen - alles andere braucht Vorbereitung! Das reduziert mich aufs Führen der Redeliste - ich kann nicht wirklich ergebnisorientiert steuern.

 

 

Erfolg braucht Planung!

 

Gute Moderation ist eben mehr als die aus dem Fernsehen bekannte Anmoderation. Im besten Fall steuert sie den Prozess und treibt ihn voran. Dazu braucht es aber Wissen um Richtung und Ziele. Auch im Vorfeld zu klären: Wo  können Hürden auftauchen? Welche Methoden sind zielführend? Insbesondere: Wie kann ich bei größeren Gruppen die oft zähe Plenumsdiskussion methodisch aufbrechen, wie Gruppenarbeitsergebnisse klug zurückspeisen?

 

 

Aber dann: Go with the flow!

 

Bei aller Planung: Die Wirklichkeit ist bekanntlich anders. Da heißt es dann eventuell, den (guten!) Plan über Bord zu werfen. Was passt zum Zeitpunkt X, was will die Gruppe, wo ist die Energie? Gute Moderation reagiert situativ flexibel. Und da braucht es dann den Charme der Improvisation. Das ist aber etwas ganz anderes als „aus dem Ärmel geschüttelte“ Moderation: Denn dank Briefing und Planung weiß ich, worum es geht und was wichtig ist.

 

Mail an die Autorin:   polewsky@wup.info